Archive für März 2011

120 Tonnen Ensaimada verkauft

Das traditionelle Schmalzgebäck wird von immer mehr Touristen und Einheimischen geliebt.  Allein im zweiten Halbjahr 2010 produzierten Großhersteller über 100 Tonnen dieses Gebäcks. 20 weitere Tonnen stellten kleinere Bäckereien her.

Über die Herkunft gehen die Meinungen auseinander.  Einige bestehen auf eine arabische Bäcker, andere verweisen auf mallorquinischen Juden. Wie auch immer:  Eine Ensaimada de Mallorca besteht aus einem gezuckerten, fermentierten und im Ofen gebackenen Teig sowie aus Stärkemehl, Wasser, Zucker, Eiern, Sauerteig und Schweineschmalz. Die ersten schriftlichen Hinweise auf die Ensaimada stammen aus dem 17. Jahrhundert. Bereits im 18. Jahrhundert wurde sie zunehmend auch in der mittleren und oberen Gesellschaftsschicht geschätzt. Während des 19. Jahrhunderts war sie auch außerhalb Mallorcas bekannt. Sie wurde in zahlreichen Rezeptsammlungen, Berichten über Gebäckwaren oder in Reisebeschreibungen erwähnt. Auch in den Abhandlungen des österreichischen Erzherzogs Ludwig Salvator von Habsburg wurde die Ensaimada mehrfach beschrieben.

Auf Mallorca ist das Konditorhandwerk eine der ältesten Zünfte. Es reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Über 50 Prozent der heute existierenden Bäckereibetriebe sind mehr als 150 Jahre alt und werden häufig bereits in der fünften Generation als Familienbetriebe weitergeführt.

Die Ensaimada de Mallorca wurde 1996 als Ursprungsprodukt registriert und die Regierung der Balearen genehmigte im April 2003 das derzeit gültige Reglement, wonach die Ensaimada als geschütztes Produkt mit Ursprungsvermerk eingetragen ist.

Es gibt zwei Arten von Ensaimadas - die gefüllten und die ungefüllten:

  • „Ensaimada de Mallorca”, die Bezeichnung, die für das Gebäck verwendet wird, das nicht gefüllt ist. Ihre Zutaten sind: Stärkemehl, Zucker, Eier, Sauerteig und Schweineschmalz.
  • „Ensaimada de Mallorca de cabell d’àngel”, deren Zutaten dieselben sind, wie für die ungefüllte, die aber zusätzlich mit „Engelshaar” gefüllt wird (eine süsse Zuckermasse).

In den Bäckereien Mallorca’s findet man außerdem zahlreiche gesalzene Produkte, die mit Fleisch, Gemüse oder Fisch gefüllt oder überbacken sind. Dazu gehören Panades, Coques, Cocorrois, Espinagades de Col o d’Anguila. Einfach mal probieren.

Wer eher süße Gebäcke bevorzugt, sollte einmal  das Pa de Figa (Feigenbrot, das in Feigenblätter serviert wird), den Gató aus Mandeln, die mallorquinischen Krapfen (alleine oder gefüllt), oder Tortells, die mit Kürbiss und Cabell d’Àngel hergestellt werden, kaufen(HB).

Auf Mallorca tut sich was

Mallorca baut Hafen für Kreuzfahrtschiffe aus

Seit gestern laufen die Bauarbeiten für den Ausbau des Hafens. Nach der Fertigstellung in 15 Monaten sollen  fünf Mega-Schiffe zur gleichen Zeit anlegen können. Bereits für dieses Jahr wird ein neuer Kreuzfahrtrekord erwartet. Danach werden etwa 1,5 Millionen Gäste Station in Palma machen - 15 Prozent mehr als im Vorjahr.

Osterurlaub ist sehr gefragt

Die Hoteliers an der Playa de Palma und im Raum Calvia rechnen für Ostern mit einer Belegung von etwa 70 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr öffnen mehr als hundert Hotels zusätzlich, um die hohe Nachfrage befriedigen zu können. Übernachtungen mit Frühstück sind in Drei-Sterne-Hotels bereits zu Preisen knapp über 20 Euro buchbar.

Neues Informationszentrum für das Tramuntana-Gebirge

Ab Herbst können sich Touristen am Kloster Lluc über 15 neue Wanderrouten informieren, die der Inselrat in einem Führer beschrieben hat. Vorgesehen ist auch eine Ausstellung über die Pflanzen- und Tierwelt.

Neue Hotel-Sterne auf Mallorca

Damit sich die Hotels auf Mallorca von der Konkurrenz in Billigdestinationen abgrenzen können, werden folgende neue Kategorien eingeführt: ”Drei Sterne plus”, “Vier Sterne plus ” sowie “Fünf Sterne Superluxus”. Entscheidend sind insgesamt 350 Kriterien aus allen Ausstattungs- und Servicebereichen. Für die Einhaltung sollen eidesstattliche Versicherungen der Hoteliers und die Veröffentlichung im Internet garantieren. Die alten Kategorien aus den 60er-Jahren werden somit abgelöst. 

Die Höhlen von Vallgornera werden Naturdenkmal

Laut dem balearischen Umweltminister Vicens wird die Höhle von Vallgornera in der Nähe von Cala Pi zum „Monumento natural“ erklärt. Die Regionalregierung hat dafür jetzt die rechtliche Prozedur eingeleitet. Aufgrund ihrer einzigartigen Beschaffenheit stieß die Tropfsteingrotte schon seit Längerem vor allem bei Höhlenforschern auf starkes Interesse. Das Prädikat „Naturdenkmal“ soll helfen, die Höhlen besser zu schützen und zu erhalten.

Sie wurde 1968 bei einer Brunnenbohrung entdeckt. An eine touristische Nutzung wird wohl vorerst nicht gedacht. Der Komplex aus Gängen und unterirdischen Räumen ist eine der größten Küstenhöhlenanlagen Europas. Bislang sind rund 67 Kilometer erforscht. Experten vermuten jedoch, dass das System weitaus größer ist.

 

Auf Mallorca gibt es mindestens 150 Höhlen und rund 40 Erdspalten. Die wohl tiefste Höhle ist mit rund 317 Meter die Glockenhöhle “Cova de Sa Campana”, die sich im Gemeindegebiet Escorca befindet. Höhepunkt ist hier der “Sala de la Gràcia (Sala de Gegants)”, der mit seiner Gesamtfläche von über 10.000 Quadratmetern (145m x 100m) und seiner Höhe von über 30 Metern in Europa wohl einmalig ist (HB).

Kurzparkzonen am Es Trenc-Strand

Für all jene Urlauber, die in den Sommermonaten den beliebten Traumstand Es Trenc im Süden von Mallorca nutzen wollen, wird es noch komplizierter sein, einen Parkplatz zu finden. Im Ortskern von Ses Covetes wird nach einem Beschluss der Gemeindeverwaltung von Campos eine Kurzparkzone eingerichtet, die rund 90 Parkplätze betrifft.

Laut dem Bürgermeister des Ortes gehe es darum, dass die Einwohner wieder leichter Parkplätze finden. Das sei im Sommer wegen der vielen Strandbesucher besonders schwierig.

Deutsche Urlauber bevorzugen in diesem Jahr Mallorca

Die Hälfte aller Urlaubsbuchungen in Deutschland für diesen Sommer haben die Baleareninsel als Ziel. Das gaben die großen Reiseveranstalter bei der Internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin bekannt. Wegen der starken Nachfrage baten sämtliche Reiseveranstalter bei den Hoteliers auf Mallorca um eine Erhöhung der Zimmerkapazitäten.

Für diese Entwicklung gibt es mehrere Gründe: Zum einen ist es vor allem die gute Wirtschaftslage in Deutschland. Andererseits überzeugt Mallorca durch eine gute Sicherheitslage, die perfekte Fluganbindung,  neue All-Inclusive-Pakete und spezielle Arrangements für Familien. Zudem werden Wander – und Radtourismus immer beliebter. Für diesen Bereich bietetet die Baleareninsel ideale Bedingungen (HB).

Mallorca erwartet 90.000 Radsporttouristen

Mallorca wird nicht nur gern von Profiradsportlern für ein intensives Aufbautraining genutzt. Seit einigen Jahren zieht es immer mehr Radsporttouristen auf die Insel. Für dieses Frühjahr werden 90 000 Fahrer erwartet. Sie bleiben etwa eine Woche,  genießen das warme Klima, die Mandel- und Aprikosenblüte und sind zugleich erfreut über die gelungene Ausschilderung der Radsportwege. Somit fällt es leicht, auch die attraktive Inselmitte mit ihren traumhaften Wegstrecken und den phantastischen Ausblicken auf die Tramuntana auf eigene Faust zu entdecken (HB).

Änderungen im Verkehr auf Mallorca

Nur noch Tempo 110 auf Mallorcas Autobahnen

Die spanienweite Energiesparmaßnahme ist seit gestern in Kraft getreten. Wer schneller fährt, muss mindestens 100 Euro Strafe zahlen. Die Beschilderung wird in den nächsten Tagen an die neue Höchstgeschwindigkeit angepasst. Mallorca bietet insgesamt 94 Autobahnkilometer .

 

Zwischen Manacor und Sineu fahren wieder die Züge

Vor rund einem Jahr war die Bahnlinie nach einem Erdrutsch unterbrochen worden. In dieser Zeit wurden an der Bahnstrecke neue Stützmauern errichtet. Bausachverständige gaben die Strecke für den Verkehr frei. Um die Sicherheit zu erhöhen, werden an den Schienen in den nächsten Monaten noch weitere Stützwände eingebaut.

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